26 Hobbyspieler, 36 Partien und eine volle Tennisanlage – spaßiger Spielmodus und bayerisches Rahmenprogramm sorgen für einen besonderen Turniertag beim TCR
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Hobby-Weißwurst-Cup begeistert Spieler und Zuschauer

Wochenlang wurde geplant, gebaut, programmiert und vorbereitet – am Samstag, den 12. September, war es schließlich so weit: Der Hobby-Weißwurst-Cup des TC Reichelsheim ging bei bestem Spätsommerwetter über die Bühne. Schon am Freitagabend wurde statt des üblichen Trainings möglichst viel vorbereitet. Goodie-Bags mit Spielregeln, Wasser und Banane wurden gepackt, Preise für die Siegerehrung zusammengestellt, Heliumballons aufgeblasen und die Anlage Stück für Stück in den passenden weiß-blauen Turnierlook versetzt. Natürlich musste auch der wohl wichtigste Gegenstand des Wochenendes noch begutachtet werden: der eigens im 3D-Druck entstandene Weißwurst-Cup-Pokal, stilecht mit Weißwürsten und Tennisbezug. Und weil eine gewissenhafte Turniervorbereitung viele Facetten hat, wurde am Freitagabend selbstverständlich auch die Zapfanlage angeschlossen. Die erste Runde Probebier bestätigte: einsatzbereit.
26 Spieler – und fast alle zum ersten Mal beim TCR
Am Samstagmorgen folgte der letzte Feinschliff, ehe ab 9:30 Uhr die ersten Teilnehmer zum Check-in auf der Anlage eintrafen. Dort gab es das vorbereitete Goodie-Bag und bei Bedarf den passenden Leihschläger, fachmännisch durch unseren Trainer Roland ausgewählt. Wer sich im bayerischen Outfit präsentierte, wurde für den zusätzlichen Einsatz direkt mit einem Freigetränk belohnt.
Bis zuletzt blieb eine Frage offen: Würden tatsächlich alle angemeldeten Teilnehmer erscheinen? - Die Antwort lautete: Ja.
Am Ende gingen 26 Spielerinnen und Spieler in elf Teams an den Start. In zwei Mannschaften wechselten sich jeweils drei Spieler untereinander ab. Besonders erfreulich aus Sicht des Vereins: Unter den Teilnehmer waren viele externe Hobbyspieler die das erste mal den Weg auf unsere Anlage fanden. Damit erfüllte der Cup genau den Zweck, für den er gedacht war: Menschen in ungezwungener Atmosphäre für Tennis zu begeistern und ihnen die Möglichkeit zu geben, den Sport einmal unter Turnierbedingungen auszuprobieren. Dass dabei der Spaß im Vordergrund stand, zeigte bereits ein Blick auf die Meldeliste. Namen wie Odenwaldperlen, Weißwurst-Volley, Wurst Case Scenario, Die Rodensteinchen oder Bieris Becker Rodger Federweißer machten deutlich, dass an diesem Tag nicht um Weltranglistenpunkte gespielt wurde.
Tennis einmal etwas anders
Kurz nach 10 Uhr begrüßte Turnierleiter Arnd alle Teilnehmer und erklärte den Tagesablauf, ehe die wichtigsten Regeln und der digitale Live-Spielplan vorgestellt wurden. Gespielt wurde in einer leicht angepassten Variante der Ultimate Tennis Showdown-Regeln. Statt klassischer Sätze standen zeitlich begrenzte Spielabschnitte im Mittelpunkt, jeder Ballwechsel brachte einen Punkt und bei Gleichstand musste der Sudden Death entscheiden. Natürlich durfte bei einem Weißwurst-Cup auch ein eigenes taktisches Element nicht fehlen: der "Weißwurst-Joker".
Die ungewohnte Spielform erwies sich schnell als passend für das Hobbyturnier. Sie sorgte für kurze, intensive Begegnungen, hielt den Zeitplan in ein und bot auch Spielern mit wenig Wettkampferfahrung einen unkomplizierten Einstieg. Auf allen Plätzen begleiteten Betreuer die Begegnungen, achteten auf die Regeln und übertrugen die Spielstände live in den digitalen Turnierplan. Für die zeitliche Orientierung sorgte Arnd zusätzlich auf denkbar stilechte Art: Pausen und Spielende wurden den gesamten Tag über zuverlässig mit einer Glocke eingeläutet. Spätestens nach einigen Runden wusste jeder auf der Anlage, was die Stunde geschlagen hatte.
Volle Anlage und bayerische Verpflegung
Schon während der Gruppenphase zeigte sich, dass der Cup nicht nur bei den Aktiven gut ankam. Familien, Freunde, Vereinsmitglieder und weitere Besucher sorgten für eine lebendige Kulisse. Auch abseits des Platzes blieb das Turnier seinem Motto treu. Weißwürste und Brezeln, Fleischkäsebrötchen, Obazda sowie gezapftes Festbier sorgten für die passende bayerische Grundlage. Kaffee und selbst gebackener Kuchen rundeten das Angebot ab. So entwickelte sich schnell genau die Atmosphäre, die sich die Organisatoren erhofft hatten: Auf den Plätzen wurde durchaus ehrgeizig um Punkte gespielt, daneben gemeinsam gegessen, zugeschaut und das eine oder andere Getränk genossen.
Von der Gruppenphase bis zum Finale
Nach 25 Gruppenspielen standen mit den ungeschlagenen Odenwaldperlen sowie dem ebenfalls verlustpunktfreien Team Doppelfehler die beiden Gruppensieger fest. Ab 15 Uhr ging es in die End- und Platzierungsrunde, in der schließlich die vier stärksten Teams um den Einzug ins Finale spielten.
Franziska Jäger und Philipp Zieres von den Odenwaldperlen setzten sich im ersten Halbfinale gegen Dominik Getrost und Pascal Göttmann vom Team Treffsicher durch. Parallel lösten Nicolas Böhmer und Laurin Weise für Doppelfehler gegen Erik Katzenmeier und Philipp Lein von Bieris Becker Rodger Federweißer das zweite Finalticket. Erik und Philipp ließen sich die Niederlage nicht lange anmerken und sicherten sich anschließend mit einem klaren Erfolg über Treffsicher noch Platz drei.
Um 16:30 Uhr gehörte die Anlage dann allein den Finalisten. Alle anderen Partien waren beendet und Teilnehmer wie Zuschauer konnten gemeinsam verfolgen, wer den ersten Hobby-Weißwurst-Cup mit nach Hause nehmen würde. Im Endspiel trafen damit die beiden bis dahin ungeschlagenen Teams aufeinander: Franziska Jäger und Philipp Zieres für die Odenwaldperlen gegen Nicolas Böhmer und Laurin Weise von Doppelfehler. Nicolas und Laurin bestätigten ihre starke Leistung aus der Gruppenphase, entschieden beide Spielabschnitte mit 14:6 und 14:10 für sich und sicherten sich damit den Turniersieg.
Pokale, Sekt und ein Sonderpreis
Gegen 17 Uhr ging es zur Siegerehrung. Für die drei bestplatzierten Teams gab es Gutscheine und Sekt, während auf die Sieger zusätzlich eine kostenlose Mitgliedschaft beim TC Reichelsheim für das kommende Jahr wartet. Der große Weißwurst-Cup-Pokal durfte natürlich ebenfalls nicht fehlen. Bevor die Hauptpreise vergeben wurden, gab es allerdings noch eine besondere Ehrung. Das Team „Glück auf der Steiger kommt“ überzeugte sowohl mit seinem kreativen Auftreten als auch mit einem bemerkenswert konstanten Beitrag zum Festbierumsatz. Dafür gab es den kleinen Bruder des späteren Siegerpokals – den ursprünglichen Testdruck des großen Cups. Für die Weißwurstverzierung war das Modell schlicht etwas zu klein geraten, als Sonderpokal erfüllte es seinen Zweck dafür umso besser. Den Abschluss der Siegerehrung bildete schließlich die obligatorische Sektdusche aus der Magnumflasche. Gegen 17:30 Uhr war der offizielle Turnierteil beendet.
Nach dem Turnier war noch lange nicht Schluss
Während sich viele Teilnehmer und Gäste im Laufe des Abends nach und nach verabschiedeten, blieb eine größere Runde noch lange auf der Anlage sitzen. Die Helfer beseitigten irgendwann gemeinsam die Reste des Buffets – wobei „beseitigen“ in diesem Fall überwiegend mit Aufessen gleichzusetzen war – und ließen den Turniertag anschließend noch in geselliger Runde ausklingen. Zu später Stunde verlagerte sich das sportliche Geschehen vom Tennisplatz an den Kicker. Dort bestätigte Jana einmal mehr ihr inzwischen vereinsweit bekanntes "Talent" und sorgte dafür, dass der eine oder andere Gegner den traditionellen Weg unter dem Kickertisch hindurch antreten musste. Erst gegen 0:30 Uhr gingen schließlich die letzten Lichter aus.
Ein Turnier, das nach Wiederholung ruft
Am Ende standen 36 absolvierte Spiele, 26 aktive Hobbyspieler, zahlreiche Zuschauer und vor allem viele positive Rückmeldungen. Besonders erfreulich ist das bisherige Feedback der Teilnehmer: Alle, die das nach dem Turnier verschickte Feedbackformular bislang ausgefüllt haben, gaben an, auch bei einer Neuauflage wieder dabei sein zu wollen. Ein schöneres Kompliment kann es für das Konzept kaum geben.
Ein großer Dank geht an Arnd für die Turnierleitung sowie an die zahlreichen Helferinnen und Helfer, die beim Aufbau, Check-in, auf den Plätzen, hinter der Theke, bei der Verpflegung, mit Kuchenspenden und beim anschließenden Abbau unterstützt haben. Ohne diesen Einsatz wäre ein Turniertag in dieser Form nicht möglich gewesen. Vor allem aber bedanken wir uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die faire, entspannte und jederzeit gute Stimmung auf und neben den Plätzen. Genau das war die Idee hinter dem Hobby-Weißwurst-Cup: Menschen zusammenzubringen, die vielleicht sonst nicht bei einem Tennisturnier auf dem Platz stehen würden, gemeinsam einen besonderen Tag auf unserer Anlage zu verbringen und dabei zu zeigen, wie viel Spaß Tennis auch ganz ohne Mannschaftserfahrung und Leistungsdruck machen kann.
Dass am Ende nicht nur Siegerpokale und Ergebnisse in Erinnerung bleiben, sondern vor allem die Stimmung, viele neue Bekanntschaften und der Wunsch, wiederzukommen, freut uns deshalb ganz besonders. Für uns steht nach diesem Tag fest: Der Hobby-Weißwurst-Cup hat seinen Platz im TCR-Veranstaltungskalender mehr als verdient. Wir freuen uns schon auf die nächste Runde.
Fotos: Fernando Baptista


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