Clubmeisterschaften 2026 finden bei herbstlichen Bedingungen ihren Abschluss – Michael Malik verteidigt seinen Titel, drei weitere Wettbewerbe bekommen neue Sieger
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Vier Finals, spannende Entscheidungen und der erste Glühwein

Lange sah es danach aus, als würde das Wetter dem geplanten Finaltag der Clubmeisterschaften 2026 doch noch einen Strich durch die Rechnung machen. Im Laufe der Woche wurden die Prognosen zunehmend schlechter, Wetterberichte und Regenradar entsprechend regelmäßig kontrolliert. Doch ausgerechnet für den Sonntag zeichnete sich schließlich ein kleines Zeitfenster ab: Rund eine halbe Stunde vor Spielbeginn sollte der Regen aufhören und anschließend trocken bleiben.
Und tatsächlich – der Wetterbericht behielt recht. Damit stand den vier noch ausstehenden Finalspielen nichts mehr im Wege.
Wenn die Wintervorbereitung etwas zu früh beginnt
Ganz ohne kleinere organisatorische Besonderheiten ging es allerdings nicht. Der eigentlich für Samstag angesetzte Arbeitseinsatz fiel dem Dauerregen weitgehend zum Opfer. Einige besonders pflichtbewusste Helfer waren dennoch vor Ort und sollen im vorauseilenden Gehorsam bereits begonnen haben, die Anlage winterfest zu machen – inklusive vorsorglich abgehängter Tennisnetze.
Erst ein freundlicher Hinweis aus der Vereinskommunikation erinnerte daran, dass für den nächsten Tag noch vier Finalspiele vorgesehen waren. Ob die Netze tatsächlich erst wieder montiert werden mussten, lässt sich nicht mehr zweifelsfrei rekonstruieren. Fest steht: Am Sonntag hingen sie wieder an ihrem Platz. Die Winterpause musste also noch etwas warten.
Herren-Einzel: Malik verteidigt seinen Titel
Pünktlich um 11 Uhr starteten das Herren-Einzel und das Mixed parallel in die erste Finalrunde.
Im Herren-Einzel kam es zur Neuauflage des Vorjahresfinals zwischen Michael Malik und Christian Eisenhauer. Michi ging als Titelverteidiger in die Begegnung. Auch im diesjährigen Turnier waren sich beide bereits begegnet, wobei sich Malik schon einmal gegen Christian durchsetzen konnte.
Der erste Satz entwickelte sich zu einer abwechslungsreichen und hart umkämpften Angelegenheit. Zunächst dominierten starke Aufschlagspiele, ehe sich das Bild zunehmend wandelte und gleich mehrere Breaks folgten. Das Momentum wechselte mehrfach die Seiten, auch Christian hatte gute Möglichkeiten, sich abzusetzen und den ersten Durchgang für sich zu entscheiden.
In den entscheidenden Momenten behielt jedoch Michi die Oberhand und sicherte sich den ersten Satz mit 7:5. Im zweiten Durchgang spielte der Titelverteidiger seine Stärken dann zunehmend souverän aus und ließ beim 6:2 nichts mehr anbrennen.
Mit dem 7:5, 6:2-Erfolg verteidigte Michael Malik seinen Clubmeistertitel im Herren-Einzel und setzte sich damit wie schon im Vorjahr gegen Christian Eisenhauer durch.
Mixed: Die Titelverteidiger finden ihre Meister
Parallel dazu standen sich im Mixed die Vorjahressieger Jana Knell und Volker Ester sowie Eva-Marie Hanke und Sebastian Hess gegenüber.
Auch wenn der Spaß bei dieser Begegnung nicht zu kurz kam und der eine oder andere durchaus unterhaltsame Ballwechsel für Erheiterung sorgte, waren die sportlichen Verhältnisse diesmal recht eindeutig.
Eva und Sebastian harmonierten hervorragend und ließen den Titelverteidigern nur wenige Möglichkeiten, selbst das Spiel zu bestimmen. Mit einem überzeugenden 6:2 und 6:1 sicherte sich das Duo verdient den Clubmeistertitel im Mixed.
Herbstliche Temperaturen und die erste Glühweinrunde
Während auf den Plätzen um die Titel gekämpft wurde, hatten es die Zuschauer insbesondere am Vormittag nicht unbedingt gemütlich. Kühler Wind und unangenehm herbstliche Temperaturen sorgten dafür, dass die bereitliegenden Wolldecken des TCR ausgesprochen gefragt waren.
Dennoch fanden sich zeitweise 20 bis 30 Vereinsmitglieder und weitere Tennisinteressierte auf der Anlage ein, um die Finalisten zu unterstützen.
Angesichts der Temperaturen wurde unter den Zuschauern schließlich zunehmend der Wunsch nach einer etwas wärmeren Getränkealternative laut. Nach entsprechendem Zuspruch sah sich Sportwart Arnd genötigt, kurzerhand seinen privaten Glühweinvorrat von zuhause zu organisieren.
Jana erklärte sich zur Glühweinfee des Tages bereit, und wenig später verbreitete sich im Clubheim bereits jener vertraute Duft, den man normalerweise eher mit Weihnachtsmärkten als mit Tennisfinals verbindet.
Die Premiere des ersten Glühweins der Saison wurde jedenfalls begeistert aufgenommen. Damit war zumindest neben dem Platz für die nötige Betriebstemperatur gesorgt.
Herren-Doppel: Spannend bis zum letzten Entscheidungspunkt
Gegen 13:30 Uhr folgte die zweite Finalrunde. Im Herren-Doppel standen sich Volker Ester und Steffen Hübner sowie Michael Malik und Markus Friedrich gegenüber.
Michi und Markus fanden zunächst nur schwer in die Begegnung und verschliefen den ersten Satz weitgehend. Volker und Steffen nutzten ihre Chancen konsequent und sicherten sich den Durchgang mit 6:3.
Im zweiten Satz entwickelte sich dagegen eine deutlich ausgeglichenere Partie. Die Führung wechselte mehrfach, zahlreiche Spiele gingen über Einstand und mussten durch einen entscheidenden No-Ad-Punkt entschieden werden. Entsprechend eng lagen beide Paarungen beieinander.
Beim Stand von 6:5 für Volker und Steffen fiel schließlich auch die letzte Entscheidung erst am entscheidenden Punkt. Diesmal mit dem besseren Ende für die beiden, die sich mit 6:3 und 7:5 den Clubmeistertitel im Herren-Doppel sicherten. Über die gesamte Begegnung betrachtet waren Volker und Steffen die verdienten Sieger, die insbesondere in den entscheidenden Momenten ihre Chancen besser nutzten.
Für Michi blieb nach seinem Erfolg im Herren-Einzel damit immerhin ein Titel an diesem Finaltag, während Volker nach dem verlorenen Mixed-Finale doch noch einen Clubmeistertitel feiern konnte.
Herren 50+: Matthias Lein setzt sich souverän durch
Im parallel ausgetragenen Finale der Herren 50+ traf Matthias Lein auf Michael Plößer, der im Vorjahr noch in der damals ausgetragenen Altersklasse Herren 60+ den Clubmeistertitel gewonnen hatte.
Matthias, der in diesem Jahr erstmals in der Altersklasse Herren 50+ antrat, zeigte eine ausgesprochen konzentrierte und fehlerarme Leistung. Mit seinem sicheren Spiel zwang er Michael immer wieder dazu, selbst mehr Druck aufzubauen und höheres Risiko einzugehen.
Das führte aufseiten von Michael zu einer zunehmenden Fehlerquote, die Matthias konsequent auszunutzen wusste.
Mit einem souveränen 6:1 und 6:3 sicherte sich Matthias Lein bei seinem ersten Antritt in dieser Altersklasse direkt den Clubmeistertitel.
Die Clubmeister 2026 stehen fest
Damit sind nun sämtliche Entscheidungen der diesjährigen Clubmeisterschaften gefallen. Bereits zuvor hatten sich Eva Hanke im Damen-Einzel sowie Jana Knell und Gitta Siemoneit im Damen-Doppel ihre Titel gesichert.
Gemeinsam mit den vier neuen Entscheidungen des Finaltags stehen somit alle Clubmeisterinnen und Clubmeister 2026 fest.
Die offizielle Siegerehrung findet im Rahmen unserer Rundenabschlussfeier am 7. November im Hofgut Rodenstein statt.
Ein letzter Schluck zum Abschluss
Nach den vier Finals blieb noch eine kleinere Runde auf der Anlage zusammen, um die Begegnungen und den gelungenen Finaltag Revue passieren zu lassen.
Zum Abschluss griff Volker noch einmal tief in den vereinseigenen Giftschrank und förderte die letzten Reste einer Flasche Caribbean Gold zutage – eines Light-Rums, dessen Alter sich vermutlich irgendwo in der Nähe der Vereinsgründung bewegen dürfte.
Die verbliebenen Anwesenden durften sich damit gewissermaßen an einem letzten Stück flüssiger Vereinsgeschichte versuchen.
So endete ein Finaltag, der wetterbedingt lange auf der Kippe gestanden hatte und schließlich doch noch zu einem gelungenen sportlichen Abschluss der Freiluftsaison wurde.
Herzlichen Glückwunsch an alle Clubmeisterinnen und Clubmeister sowie ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer, Organisatoren und Zuschauer, die über die vergangenen Monate und besonders am Finaltag für spannende Begegnungen und eine schöne Vereinsatmosphäre gesorgt haben.
Mit vier ausgespielten Finals, würdigen Titelträgern und dem ersten Glühwein des Jahres kann die Freiluftsaison 2026 nun tatsächlich langsam in die Winterpause gehen.
Text/Fotos: Markus Friedrich / Stephan Keil



Markus Friedrich
Ester V./
Hanke E./
Christian Eisenhauer
Matthias Lein
Michael Plößer
Eisenhauer J./












